Bourgund mit Bestzeit zu Gold über 3000m – Lucas Titelträger im Stabhochsprung
31.01./01.02.2026 Dortmund – Am vergangenen Wochenende waren 5 Athletinnen und 2 Athleten für das LAC Veltins Hochsauerland beim zweiten und dritten Wettkampftag der FLVW Hallenmeisterschaften 2026 in der Helmut-Körnig-Halle erfolgreich im Einsatz.
Am Samstag standen zahlreiche Wettbewerbe im Hürdensprint, Weitsprung und Kugelstoßen im Hauptprogramm. Hannah Lahrmann und Charlotte Heße (beide TuS Rumbeck) hatten sich für das starke Teilnehmerinnenfeld der W14 qualifiziert. Zwischen der 5. und 12. Springerin in der Startliste lagen gerade einmal vier Zentimeter. Ähnlich eng ging es dann im Wettkampf zu. Beide Mädels hatten sechs gültige Versuche und zeigte eine stabile Serie. Sowohl für Charlotte als auch für Hannah wurden dann im sechsten Durchgang die weitesten Sprünge gemessen. Mit 4,77 Meter setzte sich Hannah schlussendlich, auf Platz 6, hauchdünn gegen Charlotte mit 4,75 Meter, auf Platz 7, durch.

Lina Kampmann (TV Neheim) konkurrierte im Weitsprung der W15. Sie eröffnete mit sehr guten 4,84 Meter einen erfolgreichen Wettkampf. Im zweiten Versuch wurde ihr ein Sprung jenseits der 5 Meter, nach Auswertung von Kamerabildern, ungültig gegeben. Lina ließ sich nicht beirren und landete im Dritten eine neue PB mit 5,01 Meter. Im Endkampf zeigte sie drei weitere Sprünge knapp unter der 5-Meter-Marke. Zuvor waren Lina bereits zwei persönliche Bestleistungen gelungen. Sie gewann in Bestzeit von 9,32 Sekunden ihren Vorlauf über 60m Hürden, steigerte sich im A-Finale auf 9,27 Sekunden und wurde Fünfte.Im Kugelstoßen war Linas erster Stoß der weiteste. 9,42 Meter bedeuteten PB und am Ende Platz 6.

Julius Lucas (TV Neheim) absolvierte das gleiche Wettkampfprogramm wie seine Trainingspartnerin, nur in einer anderen Reihenfolge. Der Tag begann für ihn mit dem Weitsprung der M15. Er startete gut (5,73m), hatte aber Schwierigkeiten seine Sprünge auf das Brett zu bekommen. Im letzten Versuch landete Julius bei 5,88 Meter, einer neuen Bestweite und ging sogar in Führung. Doch sein Kontrahent aus Minden, Florian Böger, konterte mit 5,93 Meter und schnappte ihm noch den Titel weg. Trotzdem sind Silber und der Vize-Titel ein toller Erfolg. Kurze Zeit später zauberte Julius 8,69 Sekunden im ersten Vorlauf über 60m Hürden auf die Bahn, und gewann diesen deutlich. Eine Verbesserung seiner PB um fast eine halbe Sekunde. Im direkten Duell, im Finale, ging Julius volles Risiko, um seinen ärgsten Konkurrenten Carlo Zaccheddu (8,60s/TV Werne) zu besiegen. Leider touchierte er eine Hürde mit dem Nachziehbein, kam etwas aus dem Tritt und erreichte in 8,89 Sekunden als Vize-Meister das Ziel. Im Kugelstoßen testete der Mehrkämpfer erfolgreich den Drehstoß. Mit 10,30 Meter stellte er seine persönliche Bestweite ein und belegte Platz 7. Einen Tag später, am Sonntagvormittag erreichte Julius dann noch mit dem Stab neue Höhen. 3,30 Meter im ersten Versuch waren eine neue PB, Platz 1 und somit die Titelverteidigung aus dem Sommer im Stabhochsprung.

Ebenfalls am Sonntag im Einsatz war Philipp Dhlos (TuS Oeventrop) . Er startet seit dem 1. Januar in der Männerklasse und bestritt die 200 Meter. Mit 24,31 Sekunden lag er im Bereich seiner Bestzeit.
Gleich ganze 15 Runden auf der Bahn legte Lya Bourgund (TV Schmallenberg) zurück. Und das so schnell wie nie zuvor. Im Ziel stoppte die Zeitnahme 9:45,04 Minuten, 12 Sekunden schneller als ihre persönliche Bestmarke von den Deutschen Meisterschaften im Juli des vergangenen Sommers. Mit fast 38 Sekunden Vorsprung gewann Lya Gold und den Titel der Westfalenmeisterin. Zusätzlich Platz 2 in der DLV-Bestenliste WJU20 der aktuellen Hallensaison.

Kurz vor den 3000-Meter-Läufen war eine WJU16-Staffel über 4x200m am Start. In der Besetzung Lina Kampmann, Matilda Bretschneider (TuS Rumbeck), Hannah Lahrmann und Charlotte Heße gingen sie motiviert ins Rennen. Startläuferin Lina brachte das Quartett optimal in Schwung, übergab zeitgleich mit zwei weiteren Staffeln den Stab an Matilda. Sie konnte sich in der Kurve direkt nach vorne schieben und bog als erste auf die Innenbahn ein. Unmittelbar vor dem Wechsel auf Hannah, stürzte Matilda und ließ den Staffelstab fallen. Schnellstmöglich rappelte sie sich auf und übergab nahezu im Stand an die wartende Hannah. Sie hatte geistesgegenwärtig reagiert und blieb im Wechselraum stehen, damit es zu keiner Disqualifikation kommt. Nun jagte Hannah den vorauslaufenden Staffeln hinterher, machte den gesamten Rückstand gut und überholte bei der Übergabe auf Charlotte eine Athletin. Zum Abschluss rannte Charlotte genauso beherzt wie Hannah der Konkurrenz hinterher und konnte auf der Zielgeraden eine weitere konkurrierende Staffel „einsammeln“. Der Aufregung nicht genug, stand plötzlich eine Disqualifikation in der Ergebnisliste. Nach einigen Gesprächen mit dem Kampfgericht, Videosichtung und der Rücknahme der Disqualifikation, gingen 1:57,25 Minuten in die Wertung ein und die Mädels durften mit Platz 8 zur Siegerehrung und eine Urkunde mit nach Hause nehmen.

Herzliche Glückwünsche zu den großartigen Leistungen!



















